Net-Works

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Unter Druck – Netze Ohne Strom Verpacken Allgemeines

Unter Druck – Netze Ohne Strom Verpacken

von Luca Achilli und Jon Khoo  | 

Wie gut sind Sie beim Packen Ihres Koffers? Wie viel können Sie ins Handgepäck quetschen? Falten Sie alles sorgfältig zusammen oder werfen Sie einfach alles hinein?

In vielerlei Hinsicht ist das Verpacken der entsorgten Fischernetze unseres Net-Works-Projekts wie das Packen eines gigantischen Koffers voller Netze (und deren professionelles Zusammenfalten).

Es gibt keine Sonderbehandlung für Net-Works-Partnerschaften, und dies ist auch nicht unser Ziel. Als Gegenleistung für den handelsüblichen Preis unserer Netze haben wir die gleichen Bedingungen zu erfüllen wie jeder andere Lieferant von Aquafil – wir müssen wettbewerbsfähig sein. Also stellen wir sicher, dass die Netze vollständig aus wiederverwertbarem Polyamid bestehen, dass sie alle gereinigt sind und dass wir sie ausreichend dicht verpacken, um sie für den Versand in einen Schiffscontainer pressen zu können.

Die Herausforderung: Netze – gar nicht so einfach zu quetschen

Das Problem ist, dass Netze alles andere als dicht sind … denn eigentlich sind sie ziemlich verworren. Ohne das Pressen von Ballen würden 3.000 kg Netz leicht einen großen Schiffscontainer füllen. Der hat ungefähr die Größe eines Reise- oder Schulbusses mit 50 Sitzen. Um die Standards von Aquafil zu erfüllen, mussten wir die Dichte von ungefähr 40 kg/m3 auf 200 kg/m3 erhöhen – also um das Fünffache!

Luca Achilli, Projektmanager für Innovation bei Interface, war der Kopf hinter dieser Operation. Er erinnert sich: „Ich hatte einige Erfahrung mit der Komprimierung von Materialien, aber nichts im Vergleich mit dem hier. Damals dachte ich, dass das aus verschiedenen Gründen ein heikles Unterfangen sein wird: die hohe Dichte gänzlich ohne Stromversorgung erreichen, passende Riemen finden, um die Ballen zusammenzuhalten und die Ballen von den Inseln nach Cebu zum Container bringen – all das war schwierig.“

Der Bau einer Ballenpresse

Die Ballenpresse besteht nicht allein aus ihren Bauteilen, sondern auch aus einer Kombination von einfacher Physik, Prototypversuchen und schierer Entschlossenheit. Unser erster Versuch war eine handbetriebene Ballenpresse aus Holz, bei der wir Hebel verwendeten, wie man auf dem Foto sehen kann. Schließlich kam eine Viermann-Achthand-Presse dabei heraus.

Der nächste Schritt in der Entwicklung der Presse war es, für pneumatische Unterstützung zu sorgen –mit einem Flaschenwagenheber (dasselbe Prinzip wie bei einem Wagenheber, der die Luft komprimiert, um ein Auto anzuheben). Es war ziemlich effektiv – eine Art Powerquetscher. Aber dieser Fortschritt hatte einen Preis: Je mehr man die Netze presst, um so mehr wollen sie sich wieder ausdehnen und die Ballen sprengen. Und der Prozess war viel zu langsam; um die Kosten niedrig zu halten, musste das Pressen schnell und reibungslos vorangehen.

Nachdem wir eine Methode gefunden hatten, wie wir die Netze mit Riemen in Ballenform halten konnten, wandten wir unsere Aufmerksamkeit wieder dem schnelleren Pressen zu: Wo sollten wir nach Inspiration suchen?

Wir fanden diese Inspiration in einer unüblichen Parallele. Nachdem wir die Frage an die Produktion von Interface gerichtet hatten, kam eine Antwort vom Senior-Vizepräsident Ton Van Keken (EMEA) zurück: Man verwendet Schraubpressen, wie man sie beim Pressen von Weintrauben nutzt – ein System, das sich über Jahrhunderte bewährt hat. Wenn Sie sich unsere neueste Ballenpresse ansehen, können Sie die hinzugefügte Schraubpresse erkennen, die von einer Weinpresse inspiriert wurde.

Wir möchten außerdem Dr. Nick Hill und Amado „Madz“ Blanco für ihren Einsatz bei der Umsetzung von Lucas Plänen danken, indem mit lokalen Metall- und Holzarbeitern kooperiert wurde. Sie haben auch mit den Dorfgemeinden zusammengearbeitet, um die Arbeiter an der Ballenpresse zu schulen – ein weiteres Beispiel dafür, wie Net-Works Arbeitsplätze schafft.

Vor Kurzem hat Dr. Heather Koldeway, die Direktorin des ZSL Conservation Programms, unsere neueste Ballenpresse in deren neuer Heimat, den Bantayan Inseln, besucht[Karte]. Dr. Koldeway konnte den Prozess auf drei einfache Schritte reduzieren.

Können Sie uns helfen, unsere Ballenpresse noch zu verbessern?

Haben Sie schon einmal ein Problem gelöst, das kreatives Ingenieurwesen erforderte? Wir würden uns sehr freuen, Ihre Geschichte zu hören! Wir sind immer daran interessiert, unsere Ballenpresse und den Pressprozess zu optimieren – wenn Sie also irgendwelche Vorschläge haben, fügen Sie bitte unten einen Kommentar ein, um uns zu helfen.

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